Thema:
Aromapflege im Hospiz ist eine sanfte, ganzheitliche Pflegeform, die darauf abzielt, Wohlbefinden, Linderung und Geborgenheit zu schenken, nicht zu heilen, sondern zu begleiten.
Was bedeutet Aromapflege?
Aromapflege nutzt natürliche ätherische Öle (stark verdünnt) als Teil der pflegerischen Betreuung. Im Hospiz wird sie ergänzend eingesetzt, immer angepasst an die Bedürfnisse der schwerstkranken Menschen.
Wir wird Aromapflege angewendet?
Typische Formen sind:
- Sanfte Einreibungen (z.B. Hände, Füße, Rücken)
- Duftimpulse (z.B. über Duftsteine oder Riechstein)
- Aromatische Waschungen
- Raumbeduftung sehr zurückhaltend
-> immer freiwillig, achtsam und individuell
Wobei kann Aromapflege helfen?
Sie kann:
- Unruhe und Angst lindern
- Entspannung fördern
- Schmerzen subjektiv erträglicher machen
- Schlaf unterstützen
- Atmung vertiefen
- Erinnerungen & Geborgenheit wecken
Welche Düfte werden häufig genutzt?
- Lavendel - beruhigend, angstlösend
- Orange/Mandarine - aufhellend, tröstend
- Rose - Geborgenheit, Würde
- Zitrone - klärend, erfrischend
- Benzoe/Vanille - wärmend, schützend
-> Die Auswahl erfolgt Immer nach Wunsch der betroffenen Person und unter Beachtung von Vorlieben, Abneigungen und Zustand.
Was ist dabei besonders wichtig im Hospiz?
- Nur geschulte Pflegekräfte
- Hohe Sicherheitsstandards
- Sehr niedrige Dosierungen
- Rücksicht auf Mitpatienten
- Kein Einsatz gegen den Willen der Person
Warum passt Aromapflege so gut ins Hospiz?
Weil sie:
- Nähe ohne Worte ermöglicht
- Würde und Selbstbestimmung achtet
- auch dann wirkt, wenn Worte fehlen
- ein Gefühl von "Ich werde gesehen" vermittelt
Kurz gesagt:
Aromapflege im Hospiz ist Berührung, Duft und Zeit - als Ausdruck von Zuwendung.
